Spreewaldportal Spreewaldportal Spreewaldportal

Unterkünfte

Gastronomie

Unternehmen

Natur

Biosphärenreservat Spreewald

Der Spreewald liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Berlin. Die in Mitteleuropa einzigartige Kulturlandschaft fasziniert besonders durch ihre reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Vor etwa 20.000 Jahren, während des Ausklangs der letzten Eiszeit, entstand diese sehenswerte Naturregion. Damals wälzten sich dort frisch geschmolzene Wassermassen durch breite, flache Talmulden der Nordsee entgegen. In diesen Urstromtälern entstanden zwischen den Flussverzweigungen ausgedehnte Moore und Auen-Urwälder.

Seit 1991 ist der Spreewald als Biosphärenreservat durch die UNESCO geschützt. Biosphärenreservate sind Landschaften von internationaler Bedeutung, welche über ein großes Natur- und Kulturerbe verfügen und zur Pflege, Wiederherstellung oder Entwicklung sowie zum Schutz von Kulturlandschaften dienen. Durch einen sanften Tourismus und die Einteilung des Spreewalds in vier Zonen werden die spezielle Flora und Fauna deutlich geschützt und gepflegt. Die ursprüngliche Flusslaufverzweigung der Spree wurde mit der Zeit durch von Menschenhand angelegte Kanäle merklich erweitert. Hierbei prägten die Sorben die Kulturlandschaft des Spreewalds seit dem Mittelalter entscheidend.

Libelle in der Sonne Das 475 Quadratkilometer große Biosphärenreservat bietet Lebensraum für über 18.000 Tier- und Pflanzenarten – darunter so seltene Wildtiere wie Otter, Schwarzstörche, Eisvögel und bunt schimmernde Libellen. Dabei ist die Tier- und Pflanzenwelt noch nicht vollumfänglich erfasst. Von den bislang registrierten 1.600 Pflanzenarten stehen 585 auf der Roten Liste und sind vom Aussterben bedroht. Erfasst sind bereits 45 Säugetierarten, 138 Arten von Brutvögeln, 18 Lurche und Kriechtiere, 113 Arten von Muscheln, 48 Liebellenarten sowie 36 Fisch- und 930 Schmetterlingsarten. Für Urlauber und Naturliebhaber gibt es also sehr viel zu entdecken.

Frosch im VersteckZu jeder Jahreszeit zeigt der Spreewald ein besonderes Antlitz und lässt den neugierigen Besucher ins Schwärmen geraten. Im Frühling blühen auf den Wiesen Hahnenfuß und Sumpfdotterblumen leuchtend gelb, während Kiebitze und Bekassinen im Gras versteckt brüten. Dazu lassen Moor- und Grasfrösche ihr Konzert ertönen.

Weißstorch auf Froschjagt Besonders seltene Im Sommer zeigen die Spreewaldwiesen ihren ganzen Farbreichtum. Dort kann man Weißstörche und Kraniche bei der Futtersuche beobachten. Am Himmel ziehen bekannte Greifvögel wie der Mäusebussard oder Rotmilan ihre Kreise. In der Herbst- und Winterzeit beobachten Besucher zahlreiche Wasservögel auf ihrer Durchreise gen Süden und lassen sich durch die schneebedeckte Winterlandschaft des Spreewalds in ihren Bann ziehen.